Redebeitrag
am 28.08.2019 in der Stadtverordnetenversammlung
von Christa Lefèvre
Jahresabschluß 2018 der enwag

lefevre christa 2016 webGeschäftsführung und Belegschaft der enwag haben es angepackt!
Sie haben ihre strategische Ausrichtung geprüft und den zukünftigen Herausforderungen angepasst.
Das Strategieprojekt, das uns Ende 2017 vorgestellt und dessen Umsetzung beschlossen wurde, war eine sehr kluge und erfreuliche Entscheidung, ein Aufbruch in die Zukunft.
Enwag ist in eine neue Phase eingetreten und wird sich auch, um in Zukunft bestehen zu können, in neuen Geschäftsfeldern bewegen. Dies ist im Zeitalter der Energiewende und Industrie 04 mit Ihrer Digitalisierung unerlässlich.
Wettbewerb und damit Konkurrenzkampf bestimmen auch die Energiebranche. Zukunftssicherung ist für das Unternehmen und damit auch für die Stadt unausweichlich.
Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewirtschaft, das die flächendeckende Einführung von intelligenten Messsystemen regelt, hat vor enwag nicht Halt gemacht.
Weitere Bausteine sind u.a. das Wärme- Kälte- Contracting und der Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Mobilität.
Bei allen Neuerungen dürfen wir nicht vergessen, dass zum Kerngeschäft der enwag der Energievertrieb in Wetzlar und Umgebung gehört.
Da hat sich einiges getan.
Nach der Verschmelzung der ehemaligen Tochter, der Gasversorgung Lahn-Dill GmbH mit der enwag, werden die Gasnetze auch in den umliegenden Städten Aßlar, Solms und Leun betrieben und enwag wird damit bekannter.
Der Jahresabschluss 2018 weist einen Überschuss von rund 4,8 Mio. € aus.
Dieser Überschuss zeigt wieder die gute Arbeit unseres Versorgers und wir freuen uns mit der Geschäftsführung und der Belegschaft über den erwirtschafteten Überschuss.
Eine sehr gute PR – Maßnahme ist meiner Ansicht nach  die Ausstattung des Stadions mit LED – Technik und damit der Auftritt der enwag als Namensgeber unseres Stadions – „enwag - Stadion“-
Das hört sich doch gut an!

Rede
am 28.08.2019 in der Stadtverordnetenversammlung
von Dr. Andreas Viertelhausen
nach seiner Wahl zum Bürgermeister der Stadt Wetzlar

201808 Andreas Viertelhausen

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher,
Meine Damen und Herren,
was für ein aufregender Moment. Herzlichen Dank für das von Ihnen entgegengebrachte Vertrauen. Bevor ich mich aber weiter Ihnen zuwende, möchte ich einige Gäste im Publikum besonders begrüßen.
Allen voran meine Ehegattin Claudia. Vielen Dank, dass du diesen Weg mit mir gemeinsam gehst. Ich weiß, es war eine lange Wartezeit und am Ende bin ich doch ziemlich nervös geworden. Wenn ich irgendwann mal nach einem harten Tag fix und fertig nach Hause komme, darfst du mich gerne daran erinnern, dass du mir dies vorausgesagt hast und ich es dennoch so wollte.
Auch begrüße ich eine Reihe von Freien Wählern aus dem Lahn-Dill-Kreis; hier besonders unseren ehemaligen Dezernenten Manfred Thielmann sowie unseren ehemaligen Bürgermeister Harald Semler. Auch freue mich über Andreas Schuch, den Vorsitzenden der Freien Wähler in Pohlheim. In 2014 hatten wir gemeinsam andere Pläne, aber schön, dass du nun den Weg ins Wetzlarer Rathaus gefunden hast.
Weiterhin darf ich einige Mitglieder der DLRG Wetzlar begrüßen. Ich fürchte, dass ich dort die eine oder andere Aktivität künftig etwas reduzieren muss. Zumindest gab es aus dem hauptamtlichen Magistrat einige Andeutungen, was Abendtermine anbelangt.
Schließlich freue ich mich, dass auch zahlreiche Bedienstete des Finanzamtes Wetzlar mir bei der Wahl die Daumen gedrückt haben. Für die meisten dürfte es die erste Teilnahme an einer Stadtverordnetensitzung sein.
Nun aber zu Ihnen, meine Damen und Herren Stadtverordnete. Nochmals herzlichen Dank für Ihre Unterstützung bei meiner Wahl. Ich hoffe, dass ich den einen oder anderen, der jetzt nicht für mich stimmen konnte, später für mich gewinnen kann.
Die meisten von Ihnen kennen mich schon seit vielen Jahren. Sie wissen, dass bei mir eine klare Sachorientierung im Vordergrund steht - vielleicht ab und an gewürzt mit einer kleinen Prise Humor. Auch werden Sie sich erinnern, dass ich immer für Gespräche über Partei- bzw. Fraktionsgrenzen hinweg offen war. Dies werde ich gerne künftig beibehalten.
Aus diesem Grund haben mich sehr die angenehmen Gespräche im Hinblick auf meine Bewerbung in den Fraktionen gefreut. So haben wir z.B. bei der CDU nach einer kurzen Vorstellung angeregt über eine mögliche Trassenführung der B49 diskutiert. Bei der FDP haben wir u.a. über den Bismarckturm gesprochen, den wir heute schon in der Fragstunde hatten und noch als Druckvorlage behandeln werden.
Es wäre sehr schön, wenn wir uns diese Gesprächsatmosphäre erhalten können. Natürlich ist mir klar, dass wir inhaltlich nicht immer einer Meinung sein werden. Vereint sind wir aber immer in dem Gedanken, dass wir uns zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt einsetzen.
Im Vorfeld meiner Kandidatur wurde ich gefragt: Du bist doch weder Architekt, noch Tiefbauingenieur. Wie stellst du dir denn deine Tätigkeit vor? Nun, als Bürgermeister mit dem bisherigen Aufgabenzuschnitt muss man weder die Kanäle selbst zeichnen, noch sie selbst verlegen. Wir haben eine hochmotivierte und leistungsstarke Verwaltung, um dies zu planen und durchzuführen. Mein Job wird es vielmehr sein, die verschiedenen Interessengruppen an einen Tisch zu bekommen. Da sind zum Einen die Fraktionen aus der Stadtverordnetenversammlung, die teilweise äußerst unterschiedliche Vorstellungen haben, wie ein Projekt mal aussehen könnte. Wir haben die Verwaltung, die uns sagt, was rechtlich zulässig und technisch möglich ist. Nicht vergessen dürfen wir den Kämmerer, der alles bezahlen soll – am besten ohne neue Kredite. Und schließlich gibt es potentielle Investoren sowie direkt betroffene Bürgerinnen und Bürger. Ich freue mich auf die Herausforderung, in diesem Spannungsfeld von Fall zu Fall einen interessengechten Ausgleich zu finden.
Bei vielen Gesprächen wurde ich zudem gefragt: Was wird sich denn nun ändern? Aber mal abgesehen von der Hutmode haben wir viele Projekte hier gemeinsam angestoßen, die sich in unterschiedlichen Umsetzungsstadien befinden. Diese gilt es nun fortzuentwickeln. Denken Sie z.B. an die Domhöfe, das Freibad, den Lahnhof, die Bahnofstraße mit der Volkshochschule und die Feuerwache 1 - um nur einige zu nennen.
Hinzu kommen unsere Verkehrsprojekte, wie z.B., der Franzenburgknoten mit Busbahnhof und der Neubau der Bahnhofsbrücke. Weiterhin sehe ich den Erhalt unserer Infrastruktur, u.a. mit Straßen- und Kanalsanierungen.
Und dann sind wir noch von überregionalen Projekten wie der B49 und dem Autobahnkreuz Wetzlar Nord unmittelbar betroffen.
D.h., wie leben in einer Zeit von großen Umwälzungen, die sich direkt auf uns alle in Wetzlar schon jetzt auswirken und künftig auswirken werden. Wir treffen Entscheidungen, die Wetzlar für die nächsten Jahrzehnte prägen. Diese Entscheidungen setzten intensive Diskussionen und Abwägungen in den städtischen Gremien voraus. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir diesen Weg gemeinsam beschreiten könnten.
Wohl wissentlich, dass wir nicht jeden Bürger und jede Bürgerin 100% zufrieden stellen können. Dann steht auch mal schnell in einem Leserbrief „Stadtverordnete verraten Bürgerwillen“. Mal trifft es auch den Magistrat.
Deshalb - nochmals an die Zuschauer gerichtet: Bringen Sie sich frühzeitig ein. Kommen Sie bitte nicht nur einmal bei meiner Wahl zur Stadtverordnetenversammlung, sondern besuchen Sie auch die Ortsbeiratssitzungen in Ihrem Stadtteil oder eine Bürgerversammlung. Darüber hinaus gibt es bei vielen großen Projekten separate Verfahren zur Bürgerbeteiligung. Wenn der Bagger erstmal in Sichtweite der Wohnung steht, sind die Entscheidungen hier schon längst gefallen.
Wenn wir aber frühzeitig ein Meinungsbild aus der Bürgerschaft erhalten, dann erleichtert dies uns, hier den bestmöglichen Kompromiss zu finden. Vor diesem Hintergrund freue ich mich auf eine gute Zusammenarbeit sowohl in den städtischen Gremien, als auch direkt mit den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt.
Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Redebeitrag
am 28.08.2019 in der Stadtverordnetenversammlung
von Christa Lefèvre
Wahl des neuen Bürgermeisters
Dr. Andreas Viertelhausen

Unser Wunschkandidat als Nachfolger von Harald Semler als Bürgermeister ist Dr. Andreas Viertelhausen.
Er ist ein qualifizierter Bürgermeisterkandidat aus unserer Mitte. Das macht uns besonders stolz.
Dr. Viertelhausen, ein promovierter Volljurist! Das ist heut besonders wichtig bei den vielen Streitigkeiten, bei denen alles hinterfragt und sachlich geklärt werden muss. Er kennt die Gesetzmäßigkeiten und kann sehr gut damit umgehen.
Andreas kennzeichnet sich durch Loyalität und Zuverlässigkeit aus, Eigenschaften, die auch heute   sehr wichtig sind.
Er erfüllt die Voraussetzungen für dieses Amt.
Seit 1995 ist Andreas bei den Freien Wählern. Zunächst in Hüttenberg und seit 2001 in Wetzlar. Seit 1999 auch zeitweise als Mitglied des Kreistages.
Er arbeitet bei der Hessischen Finanzverwaltung, seit 2015 als Leiter der Bußgeld- und Strafsachenstelle. Daneben ist er Gastdozent an den Bundesfinanzakademien Brühl und Berlin.
Ich denke, das kann sich sehen lassen!
Ich bin überzeugt, Andreas wird ein guter Bürgermeister.
Ich bedanke mich bei den Koalitionspartnern, SPD und Bündnis die Grünen, die unseren Kandidaten mittragen und ich bitte auch die Fraktionsmitglieder der Oppositionsparteien Dr. Viertelhausen zu wählen.
Ich bedanke mich bei allen im Voraus: Danke!

Christa Lefèvre

Redebeitrag
am 28.08.2019 in der Stadtverordnetenversammlung
von Dr. Andreas Viertelhausen
Eigenbetrieb Wasserversorgung

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher,
Meine Damen und Herren,
der Eigenbetrieb Wasserversorgung hat uns zur Beschlussfassung einen  aus meiner Sicht positiven Jahresabschluss 2018 vorgelegt. Der Jahresüberschuss ist um rund 400.000 Euro höher ausgefallen, als ursprünglich gedacht. Jetzt habe ich schon die Aussage gehört, die Wassergebühren seien zu hoch und gehörten gesenkt.
Aber ist dies wirklich die Ursache für den positiven Jahresabschluss? Natürlich nicht. Entscheidend sind vielmehr zwei Faktoren. Zum Einen ist die abgenommene Wassermenge gestiegen. Dies begründet sich sowohl in dem trockenen Sommer 2018, als auch mit unseren Neubaugebieten. Hätte man das nicht voraussehen können? Nein!
Da die Mengenplanung für das kommende Jahr im Herbst des aktuellen Jahres erfolgt, lässt sich keine genaue Vorhersage treffen, wie genau der nächste Sommer wird. Grundlage der Hochrechnung sind vielmehr die Mittelwerte aus den vorangegangenen Jahren.

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